© M. Yamashita

Dienstag, 18. Dezember 2007

Dat Haetz von d’r Welt ja dat is Peking, …





Wann genau bin ich eigentlich endgueltig bei Becci eingezogen? Richtig, es war der 11.11. 2007. Irgendwann spaet abends, und wie es sich fuer den 11.11. als Rheinlaender gehoert nicht mehr ganz nuechtern. Das war auch der Zustand, indem ich einige Stunden vorher – als weisses Haeschen – Beccis Mutter zum ersten Mal kennengelernt habe. Jungs, ich verrate Euch was: Macht es genauso. Nicht nur, weil man betrunkene weisse Haeschen einfach automatisch in sein Herz schliesst, nein, es gibt kaum eine unkompliziertere Art, so jemanden kennezulernen. An dieser Stelle: Liebe Gruesse an Dich, Martina. Und ueber Zielvereinbarungen unterhalten wir uns bald :-)

Also, wie feiert man Karneval in Peking? Erste einmal natuerlich: Vorgluehen mit Freunden. Statt Koelsch gibt es Peking-Bier, statt Mutzemandeln Baozi, aber ansonsten ist alles ziemlich stilecht. Karnevals-Musik hatte ich dabei, Youtube hat sein uebriges getan. Verkleidet waren wir natuerlich auch, als Polizisten, Hippies, Pippi Langstrumpf, Liza Minelli in ihren jungen Jahren, Dittsche, und eben als Hase. Es gibt sogar richtige Kostuem-Shops hier in Peking, mein Anspruch war es aber, meine Verkleidung komplett in einem der diversen Fake-Maerkte zusammenzustellen. Soll heissen: Eine Kombination von handelsueblichen – aber dennoch skurrilen – Klamotten zu einem Gesamtkunstwerk zu vereinen. Naja, die Fotos sprechen fuer sich, die Ohren gehen allerdings schon deutlich in Richtung gewolltes Kostuem…

Wo feiert man nun in Peking Karneval? Im Idealfall macht man es wie Martin und ich und laesst sich schon zwei Wochen vorher persoenlich vom „Landgrafen“ einladen, einem deutschen Restaurant im Sueden der Stadt. Dort gibt es – auch abseits der Session – frisches Koelsch vom Fass, der Legende nach direkt vom Eigelstein aus verschifft. Wir als Exil-Koelner durften sogar zu grossen Teilen umsonst trinken. Von der Stimmung her nimmt sich Karneval in Peking nicht wirklich was von Karneval in Koeln, das Prinzip scheint global zu funktionieren: Gib den Leuten viel Bier und leg die Hoehner auf und der Laden brummt. Einen wesentlichen Unterschied gibt es dann aber doch: Bist Du in Koeln am 11.11. ein Hase, bist Du eben ein Hase. Laeufst Du in Peking am 11.11. als Hase rum, halten Dich die Leute schon mal fuer total bescheuert - mindestens aber fuer schwer verhaltensgestoert! In diesem Sinne: Peking – Alaaf!

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